Acer System Recovery
Heute bekam ich ein Acer Aspire 3680 in die Hände. Windows XP Home war völlig "verschlissen". Soweit, so gut- es gibt ja die "eRecovery"-Funktion.
In der Hauptsache beteht diese Funktion aus einer versteckten FAT-Partition, die ein bootbares Restore-Programm inklusive eines Systemimages enthält.
Normalerweise startet man eRecovery wohl über Alt-F10. In meinem Fall war das leider unmöglich, da die Platte früher umpartitioniert und damit auch der ursprüngliche Bootsektor überschrieben wurde.
Folgende Schritte verhalfen wieder zu einem frisch installierten System:
1. Das System wurde von einer Knoppix-CD gestartet, weil wir zunächst die Partition ID der eRecovery-Partition von "12" (Compaq Diagnostics) auf "0c" (Win 95 OSR 2 FAT 32) setzen müssen. Dazu an der Kommandozeile eingeben:
fdisk /dev/hda
Jetzt folgende Kommandos am fdisk-Prompt eingeben:
t (change partition id)
1 (Partition 1 wählen)
c (Partition ID auf 0c setzen)
a (toggle bootable flag)
1 (Partition ist ist jetzt bootbar)
a (toggle bootable flag)
2 (Partition 2 ist jetzt nicht mehr bootbar, zuvor war das die Windows-Startpartition)
w (Änderungen speichern und fdisk beenden)
2. Jetzt habe ich mir einen USB-Stick gebaut, mit dem ich GRUB (Grand Unified Bootloader) starten konnte. Dieser hilft mir nämlich anschließend dabei, die eRecovery-Partition zu starten.
Dabei bin ich nach folgendem HowTo vorgegangen: http://lowlevel.brainsware.org/wiki/index.php/GRUB_Installation_auf_einem_USB-Stick
# mkfs.ext2 /dev/sda1 (ext2-Dateisystem auf USB-Stick erzeugen, der unter /dev/sda1 gemountet ist)
# mkdir /media/usb (Mount-Point erzeugen)
# mount /dev/sda1 /media/usb (mounten)
# cp /lib/grub/i386-pc/* /media/usb/boot/grub/ (Dateien kopieren)
# echo '(hd0) /dev/sda' > /media/usb/boot/grub/device.map (Device Map erzeugen)
# /sbin/grub-install --root-directory=/media/usb/ /dev/sda (GRUB installieren)
3. Nun kann ich von diesem Stick starten. Am Prompt von GRUB kann ich anschließend angeben, dass von der eRecovery-Partition gestartet werden soll.
Zunächst müssen die Laufwerke umgekehrt gemappt werden, hd0 ist bei GRUB immer das Startlaufwerk (also hier mein USB-Stick). hd1 ist demzufolge die interne Festplatte des Notebooks.
GRUB> map (hd0) (hd1)
GRUB> map (hd1) (hd0)
GRUB> rootnoverify (hd1,0)
GRUB> chainloader (hd1)+1
GRUB> boot
Jetzt sollte von der eRecovery-Partition gestartet werden.
4. Eigentlich ist jetzt alles bereit zum Überschreiben der alten Windows-Partition- wenn in meinem Fall nicht das eRecovery-Tool noch nach einem Passwort fragen würde:

Auch in diesem Fall half mir Google weiter: Einfach die eRecovery-Partition gemountet, und dort in eine Datei namens aimdrs.dat geschaut- dort befindet sich das Passwort im Klartext! Gut für mich, aber für den Schutz des Recovery-Prozesses eher von zweifelhaftem Wert...
In der Hauptsache beteht diese Funktion aus einer versteckten FAT-Partition, die ein bootbares Restore-Programm inklusive eines Systemimages enthält.
Normalerweise startet man eRecovery wohl über Alt-F10. In meinem Fall war das leider unmöglich, da die Platte früher umpartitioniert und damit auch der ursprüngliche Bootsektor überschrieben wurde.
Folgende Schritte verhalfen wieder zu einem frisch installierten System:
1. Das System wurde von einer Knoppix-CD gestartet, weil wir zunächst die Partition ID der eRecovery-Partition von "12" (Compaq Diagnostics) auf "0c" (Win 95 OSR 2 FAT 32) setzen müssen. Dazu an der Kommandozeile eingeben:
fdisk /dev/hda
Jetzt folgende Kommandos am fdisk-Prompt eingeben:
t (change partition id)
1 (Partition 1 wählen)
c (Partition ID auf 0c setzen)
a (toggle bootable flag)
1 (Partition ist ist jetzt bootbar)
a (toggle bootable flag)
2 (Partition 2 ist jetzt nicht mehr bootbar, zuvor war das die Windows-Startpartition)
w (Änderungen speichern und fdisk beenden)
2. Jetzt habe ich mir einen USB-Stick gebaut, mit dem ich GRUB (Grand Unified Bootloader) starten konnte. Dieser hilft mir nämlich anschließend dabei, die eRecovery-Partition zu starten.
Dabei bin ich nach folgendem HowTo vorgegangen: http://lowlevel.brainsware.org/wiki/index.php/GRUB_Installation_auf_einem_USB-Stick
# mkfs.ext2 /dev/sda1 (ext2-Dateisystem auf USB-Stick erzeugen, der unter /dev/sda1 gemountet ist)
# mkdir /media/usb (Mount-Point erzeugen)
# mount /dev/sda1 /media/usb (mounten)
# cp /lib/grub/i386-pc/* /media/usb/boot/grub/ (Dateien kopieren)
# echo '(hd0) /dev/sda' > /media/usb/boot/grub/device.map (Device Map erzeugen)
# /sbin/grub-install --root-directory=/media/usb/ /dev/sda (GRUB installieren)
3. Nun kann ich von diesem Stick starten. Am Prompt von GRUB kann ich anschließend angeben, dass von der eRecovery-Partition gestartet werden soll.
Zunächst müssen die Laufwerke umgekehrt gemappt werden, hd0 ist bei GRUB immer das Startlaufwerk (also hier mein USB-Stick). hd1 ist demzufolge die interne Festplatte des Notebooks.
GRUB> map (hd0) (hd1)
GRUB> map (hd1) (hd0)
GRUB> rootnoverify (hd1,0)
GRUB> chainloader (hd1)+1
GRUB> boot
Jetzt sollte von der eRecovery-Partition gestartet werden.
4. Eigentlich ist jetzt alles bereit zum Überschreiben der alten Windows-Partition- wenn in meinem Fall nicht das eRecovery-Tool noch nach einem Passwort fragen würde:

Auch in diesem Fall half mir Google weiter: Einfach die eRecovery-Partition gemountet, und dort in eine Datei namens aimdrs.dat geschaut- dort befindet sich das Passwort im Klartext! Gut für mich, aber für den Schutz des Recovery-Prozesses eher von zweifelhaftem Wert...

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