12 Dezember 2009

Plesk eMail-Passwörter auslesen

Gerade eben bin ich über einen tollen Tipp gestolpert.
Mal angenommen, man hat einen vServer und hat die Passwörter der eMail-Accounts vergessen. Und nun? Haare raufen? Fluchen? Scheien? Beten?
Nein- einfach folgendes Kommando an der Shell eingeben:

mysql -u admin -p`cat /etc/psa/.psa.shadow` psa -e "SELECT accounts.id, mail.mail_name, accounts.password, domains.name FROM domains LEFT JOIN mail ON domains.id = mail.dom_id LEFT JOIN accounts ON mail.account_id = accounts.id"

Vielen Dank an Adrian Sauers Blog, aus dem ich diesen Tipp entnommen habe.

19 Mai 2009

Acer System Recovery

Heute bekam ich ein Acer Aspire 3680 in die Hände. Windows XP Home war völlig "verschlissen". Soweit, so gut- es gibt ja die "eRecovery"-Funktion.

In der Hauptsache beteht diese Funktion aus einer versteckten FAT-Partition, die ein bootbares Restore-Programm inklusive eines Systemimages enthält.

Normalerweise startet man eRecovery wohl über Alt-F10. In meinem Fall war das leider unmöglich, da die Platte früher umpartitioniert und damit auch der ursprüngliche Bootsektor überschrieben wurde.

Folgende Schritte verhalfen wieder zu einem frisch installierten System:

1. Das System wurde von einer Knoppix-CD gestartet, weil wir zunächst die Partition ID der eRecovery-Partition von "12" (Compaq Diagnostics) auf "0c" (Win 95 OSR 2 FAT 32) setzen müssen. Dazu an der Kommandozeile eingeben:
fdisk /dev/hda
Jetzt folgende Kommandos am fdisk-Prompt eingeben:
t (change partition id)
1 (Partition 1 wählen)
c (Partition ID auf 0c setzen)
a (toggle bootable flag)
1 (Partition ist ist jetzt bootbar)
a (toggle bootable flag)
2 (Partition 2 ist jetzt nicht mehr bootbar, zuvor war das die Windows-Startpartition)
w (Änderungen speichern und fdisk beenden)


2. Jetzt habe ich mir einen USB-Stick gebaut, mit dem ich GRUB (Grand Unified Bootloader) starten konnte. Dieser hilft mir nämlich anschließend dabei, die eRecovery-Partition zu starten.
Dabei bin ich nach folgendem HowTo vorgegangen: http://lowlevel.brainsware.org/wiki/index.php/GRUB_Installation_auf_einem_USB-Stick
# mkfs.ext2 /dev/sda1
(ext2-Dateisystem auf USB-Stick erzeugen, der unter /dev/sda1 gemountet ist)
# mkdir /media/usb (Mount-Point erzeugen)
# mount /dev/sda1 /media/usb (mounten)

# cp /lib/grub/i386-pc/* /media/usb/boot/grub/ (Dateien kopieren)
#
echo '(hd0) /dev/sda' > /media/usb/boot/grub/device.map
(Device Map erzeugen)
# /sbin/grub-install --root-directory=/media/usb/ /dev/sda (GRUB installieren)

3. Nun kann ich von diesem Stick starten. Am Prompt von GRUB kann ich anschließend angeben, dass von der eRecovery-Partition gestartet werden soll.
Zunächst müssen die Laufwerke umgekehrt gemappt werden, hd0 ist bei GRUB immer das Startlaufwerk (also hier mein USB-Stick). hd1 ist demzufolge die interne Festplatte des Notebooks.

GRUB> map (hd0) (hd1)
GRUB> map (hd1) (hd0)
GRUB> rootnoverify (hd1,0)
GRUB> chainloader (hd1)+1
GRUB> boot


Jetzt sollte von der eRecovery-Partition gestartet werden.

4. Eigentlich ist jetzt alles bereit zum Überschreiben der alten Windows-Partition- wenn in meinem Fall nicht das eRecovery-Tool noch nach einem Passwort fragen würde:

Auch in diesem Fall half mir Google weiter: Einfach die eRecovery-Partition gemountet, und dort in eine Datei namens aimdrs.dat geschaut- dort befindet sich das Passwort im Klartext! Gut für mich, aber für den Schutz des Recovery-Prozesses eher von zweifelhaftem Wert...

09 Dezember 2008

Von Fusion zum Server

VMWare, Virtualisierungs-Platzhirsch und seine Produkte, haben es mir schon lange angetan: VMWare Workstation habe ich das erste Mal in Version 3.0 benutzt und bin inzwischen bei 6.5 angekommen. Nun habe ich seit einigen Wochen ein MacBook- klar, dass da natürlich VMWare Fusion drauf mußte!
Jetzt hatte ich unter Fusion ein aus drei Rechnern bestehendes Test-Netzwerk aufgezogen und einen Linux-Router entsprechend konfiguriert. Die Idee war, den virtuellen Router jetzt auf einen Linux-Rechner umziehen zu lassen, auf dem VMware Server 1.0 läuft.
Hört sich leicht an, ist aber mit kleineren Tücken versehen:
1. Trotz Downgrade der VM (in Fusion über den Menüpunkt
Virtuelle Maschine - Virtuelle Maschine herunterstufen
meinte VMWare Server 1.0, die VM wäre immernoch "zu hoch". Einfachste Lösung war hier, den VMWare Converter zu benutzen. Die Bedienung ist selbsterklärend.

2. Die Ethernet-Interfaces des Routers in der VM wollten nicht starten, und ich bekam Meldungen wie
SIOCSIFADDR: No such device eth0

Problem ist hier, dass der udev-Mechaniusmus des Kernels in seinen Konfigurationsdateien u.a. die MAC-Adresse der Netzwerkkarte vermerkt- wird die Maschine kopiert (oder konvertiert), werden die Netzwerkkarten neu angelegt. Natürlich mit neuen MAC-Adressen.
Lösung: Mittels

mv /etc/udev/rules.d/z25_persistent-net.rules /etc/udev/rules.d/z25_persistent-net.rules.old

einfach die entsprechende Datei löschen. Dann die VM rebooten, und die Devices werden neu (und korrekt) angelegt.

01 Juli 2008

Bastellust II - oder sollte man sagen: Basteldruck?

Nachdem ich einige Zeit lang nichts mehr geschrieben habe, kommt hier einfach mal eine Empfehlung für DD-WRT v24 in Verbindung mit dem Accesspoint Netgear WG602, insbesondere für die Version 3 dieses Produktes.

Es handelt sich um einen Accesspoint für IEEE 802.11g/b, der für rund 60 Euro (Stand Sommer 2008) in den Läden zu haben ist. Achtung: Es gibt auch eine Version 4 dieses Accesspoints, auf dieser soll DD-WRT v24 ebenfalls laufen. Nur kann man danach nicht mehr zurück auf die Originalfirmware von Netgear, weil auf den Webseiten von Netgear noch keine Firmwareupdates für WG602v4 veröffentlicht wurden!

Zurück zu Version 3: Dieses Gerät ist, wie es so schön heißt, "end of life" (EOL), d.h. es wird keine weiteren Firmwareupdates des Herstellers mehr geben. Sehr nett, wenn die Firmware (Version 1.2.5. worldwide) unter hoher Last nicht vernünftig läuft... Auch im Netgear-Forum, welches übrigens sehr hilfsbereite Moderatoren besitzt, wurde mir schon zum Austausch der Hardware geraten...

"Nicht vernünftig laufen" heißt hier: Ab z.B. 15 gleichzeitigen Benutzern kam das Gerät wiederholt ins "Stocken", d.h. es stürzte ab. Teilweise antwortete der WG602v3 nichtmal mehr auf "ping", teilweise ging zwar das Webinterface noch, aber Clients kriegten keine Verbindung mehr.

Updates? Keine, wegen EOL. Diagnose? Kein Logging vom Gerät möglich.
Was nun?
Angetrieben durch erheblichen Leidensdruck (Wer startet schon gern 2-3x täglich Accesspoints neu?) stieß ich auf besagte Alternativ-Firmware DD-WRT v24, welche erstmals ab dieser Version auch auf dem WG602v3 läuft.
Und was soll ich sagen? Um es auf Englisch auszudrücken: It runs like a charm!
Der Updatevorgang war recht simpel. Im Einzelnen:

1. Firmware herunterladen, in meinem Fall DD-WRTv24, micro edition, Broadcom generic
2. Einloggen über das (Netgear-) GUI, Gerät auf Werkseinstellungen setzen, IP auf 192.168.0.227
3. Den PC mit der heruntergeladenen Firmware über ein Ethernetkabel direkt mit dem WG602v3 verbinden. IP-Adresse manuell auf 192.168.0.200 setzen.
4. Testen: Ist der WG602v3 über "ping" erreichbar?
5. Das Gerät vom Strom trennen!
6. Jetzt muss die Firmware installiert werden, dies geht bei diesem Gerät mittels TFTP. Dazu eine Kommandozeile öffnen und folgende Zeile eintippen, aber noch nicht ENTER drücken:

7. Um den Updatevorgang zu starten ist ein wenig Fingerspitzengefühl nötig: Mit einer umgebogenen Büroklammer den kleinen Reset-Knopf am WG602v3 gedrückt halten.
8. WG602v3 wieder mit dem Stromnetz verbinden
9. Jetzt die obenstehende Kommandozeile mit ENTER abschicken
10. Die Büroklammer entfernen
11. Nach wenigen Sekunden sollte eine Meldung erscheinen, dass die TFTP-Übertragung erfolgreich war. Wenn nicht: Nochmal probieren!
12. Accesspoint nochmal neustarten durch kurze Unterbrechung der Stromzufuhr
13. Der Accesspoint ist jetzt unter der IP 192.168.1.1 erreichbar, deswegen den eigenen PC auf eine IP dieses Adressbereiches umstellen, z.B. 192.168.1.10. Testen, ob das Gerät auf "ping" antwortet.
14. Die GUI des Gerätes über einen Webbrowser aufrufen. Beim ersten Login lauten die Zugangsdaten: Benutzername: root, Passwort: admin - Zugangsdaten ändern!
15. Jetzt das Gerät konfigurieren
16. genießen - Wann hat mal schonmal eine Uptime > 5 Tage mit der herstellereigenen Firmware hinbekommen? (Eigentlich ist es ja ein Armutszeugnis...)

07 April 2008

Bastellust


Früher, das waren noch Zeiten: Da hat man als Kind aus Kastanien lustige Tiere gebastelt...
Heute "bastele" ich an meinem Router: Ich hab mir einen Cisco/Linksys WRT54GL gekauft, und darauf schon alternative Firmwares einem Kurztest unterzogen: DD-WRT v24 hakelt bei PPPoE-Modul, v23SP2 lief recht gut (bis auf WLAN) und nun ist Tomato 1.17 an der Reihe. Alle Firmwares sind Linux-basierend, und so eröffnet sich eine nette Spielwiese: Zugriff aufs Gerät auch per SSH.
Mal sehen, was sich also demnächst noch an "Bastelecken" auftun.

12 Januar 2008

Hack your camera


Bild: Canon Deutschland GmbH


Kaum zu glauben, wie sehr die IT schon unser tägliches Leben durchdrungen hat: Selbst (digitale) Fotokameras sind inzwischen Computer. Und natürlich (?) tauchen auch hier Programmierer auf, die sich dieses Stück Hardware untertan machen möchten- faszinierend, wie ich finde!
Auch mein Weihnachtsgeschenk, eine Canon PowerShot S5 IS, wurde schon "untersucht", und es wird wohl bald einen Weg geben, analog zu ihrem Vorgänger, der S3, den RAW-Bildmodus zu aktivieren.
Was das für bildliche Konsequenzen haben wird, bleibt abzuwarten- interessant vom technischen Standpunkt her ist es auf jeden Fall!
Interessant ist auch die Herangehensweise: Es wird nicht, wie üblich, ein Firmwarebaustein "geflashed", sondern die SD-Karte muss ein bestimmtes Label tragen und das "bootable Flag" gesetzt werden. Wird jetzt noch eine bestimmte Datei daraufgespielt, macht die Kamera ein Firmwareupdate und läßt sich so auch fremde Programme unterschieben. Und kann man den Foreneinträgen trauen, scheint zumindest der RAW-Modus schon zu funktionieren, wenn auch das UI noch nicht ansprechend ist...
Links zu diesem Beitrag:

18 Dezember 2007

99 bottles of beer


Eine Feldstudie über verschiedene Programmiersprachen?
Langeweile?
Kreativität?
Egal was es ist, wer wollte nicht schon immer mal wissen, wie
ein Programm in LISP aussieht, das den Text von "99 bottles of beer"
ausgibt. Oder ein Programm in Perl. Oder Shellscript. Oder, oder, oder...
Bitte hier entlang...